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Sorgerechtsentscheidungen. Immer zum Wohle des Kindes

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. „… und ich möchte dann auch das alleinige Sorgerecht für die Kinder“. Dieser Satz fällt immer wieder, wenn sich Eltern trennen oder scheiden lassen. Wenn Mutter oder Vater von ihrem Anwalt gefragt werden, ob der andere Elternteil dem zustimmen würde oder ob es besondere Gründe für einen solchen Antrag gäbe, erweckt diese Frage Verwunderung. Oft ist nämlich nicht bekannt, dass nach dem seit 1998 geltenden Kindschaftsreformgesetz beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht auch im Scheidungs- und Trennungsfall behalten.

Einigkeit in wichtigen Fragen  

Nach einer Trennung kann auch beim gemeinsamen Sorgerecht der Elternteil, bei dem das Kind lebt, Entscheidungen des täglichen Lebens ohne Zustimmung des ehemaligen Lebenspartners treffen. Nur für grundlegend wichtige Entscheidungen, wie den Besuch einer bestimmten Schule oder die Erteilung eines Kinderausweises, ist das Einverständnis des anderen Elternteils erforderlich. Können sich Eltern über bestimmte wichtige Fragen nicht einigen, überträgt das Familiengericht für diese Einzelfrage einem Elternteil allein die Entscheidungsbefugnis.

Bei Streit übernimmt das Gericht

Das Sorgerecht ist aufgegliedert in das Aufenthaltbestimmungsrecht und Erziehungsrecht. Streiten sich die Eltern, bei wem oder wo das Kind leben soll, entscheidet das Gericht auf Antrag, welchem Elternteil das Aufenthaltbestimmungsrecht zu übertragen ist. Oft geht es auch darum, dass ein Elternteil das Wohl des Kindes gefährdet sieht, wenn der ehemalige Partner, bei dem das Kind wohnt, mit dem neuen Lebenspartner zusammenzieht. Auch hier kann das Familiengericht zur Klärung herangezogen werden.

Anspruch auf alleiniges Sorgerecht

Es gibt aber auch Fälle, in denen das Sorgerecht auf Mutter oder Vater allein übertragen wird. Hierzu muss ein Antrag beim Familiengericht gestellt werden. Stimmt der andere Elternteil zu, wird der Antrag positiv entschieden. Kinder ab Vollendung des 14. Lebensjahres können der Übertragung widersprechen.

Immer im Sinne des Kindes      

Gefährdet das gemeinsame Sorgerecht das Kindeswohl, kann gegen den Willen des anderen Elternteils das Sorgerecht einem Elternteil allein übertragen werden. Häufiger Streit zum Beispiel, bei dem das Kind wegen der Umgangsregelung im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht, könnte ein Argument gegen das gemeinsame Sorgerecht sein. Auch eine Erkrankung, die es einem Elternteil nicht mehr möglich macht, seine Verantwortung kindeswohlentsprechend auszuüben, kann ein Grund sein.

Eltern sollten auf Vermittlung setzen   

Bei wem das Kind nach einer Trennung der Eltern am besten aufgehoben ist, lässt sich nicht immer leicht klären. Insbesondere wenn beide Eltern gleichermaßen dafür geeignet sind, wird die Entscheidung schwierig. Eltern sind immer dazu aufgerufen, sich in allererster Linie über diese Frage zum Wohle des Kindes zu verständigen. Dabei erhalten sie Unterstützung von den Jugendämtern, die in diesen Fällen gesetzlich zur Beratung und Vermittlung verpflichtet sind.

Scheitert dieser Vermittlungsversuch, sollten Sie sich von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten lassen. Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben, nennt Ihnen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer unter der Telefonnummer 04621/9391-11.

Besuchen Sie auch die Facebook-Seite der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer: www.facebook.com/SH.Rechtsanwaltskammer und das Online-Verbraucherportal unter www.ihr-ratgeber-recht.de.


Mehr Schutz für Mutter und Kind

Seit 1.1.2018 gelten neue Regelungen für den Mutterschutz mit denen die Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz in das Mutterschutzgesetz integriert werden. Schülerinnen und Studentinnen, Frauen in Heimarbeit und Frauen im Bundesfreiwilligendienst haben seit neuem ebenfalls Anrecht auf Mutterschutz. Außerdem gibt ihnen das Gesetz mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitszeit. Mehr Infos über Schwangerschaft, Geburt… u.a. über die App „AOK Schwanger“.


Lust auf Familie(n) Auf dem Weg zu einer familienorientierten Gemeindearbeit
Langzeitfortbildung 2018/19

Aufgrund des großen Interesses bieten wir zum zweiten Mal die Fortbildung "Lust auf Familie(n)" an. Diese 3-teilige, aufeinander aufbauende, Fortbildung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die bereits mit Familien arbeiten oder eine solche Arbeit in ihrem Praxisfeld aufbauen möchten, z. B. in der Kirchen- oder Ortsgemeinde, KiTa, Familienzentrum...

Termine:

15. bis 17.01.2019
Springe (Hannover)

13. bis 16.05.2019
Ammersbek (Hamburg), Haus am Schüberg

21. bis 24.10.2019
Brotterode


Information und Anmeldung:

Ev. luth. Kirche in Norddeutschland
margit.baumgarten@familien.nordkirche.de

Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen
anke.grimm@evlka.de

Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
brigitta.leifert@ekkw.de

Flyer Lust auf Familie(n) 2019


Literaturtipp
Kinderbuch über Katharina von Bora "Hanna auf den Spuren einer mutigen Frau- Katharina von Bora für junge Leser"

Für die Schule muss Hanna einen Aufsatz über Katharina von Bora schreiben. Unerwartet wacht sie eines Nachts auf und findet sich im 16. Jahrhundert wieder. Dort, im "Schwarzen Kloster", erlebt sie Katharina von Bora als außergewöhnliche Frau, die mit ihrem Glauben, ihrer Liebe und viel Tatkraft das ehemalige Klostergut erfolgreich bewirtschaftet. Und auch, wie sie ihrem Mann den Rücken stärkt, damit er seine Reformationsgedanken vorantreiben kann.

Eine spannende Zeitreise, die junge Leser ab 10 Jahren mitnimmt in die Zeit des 16. Jahrhunderts und ihnen das Leben der Katharina von Bora näherbringt.

Ab September bietet die Autorin interaktive Lesungen für Kinder und Jugendliche zu diesem Buch an. Geschichte und Religion kommen in diesem Buch gleichermaßen zur Geltung.

Kontakt: Tanja Wenz, Tel.: 06362-4606, www.tanjawenz.de

http://www.neukirchener-verlage.de/index.php?action=artikel&subaction=zeige&var=156.423&sucheID=1371635


100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?

Alle Parteien haben sich im Wahlkampf in der Familienpolitik positioniert: Die eine Partei räumt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oberste Priorität ein, eine andere will die Elternbeiträge für Kinderbetreuung mittelfristig abschaffen, die Kindergrundsicherung soll eingeführt werden. Soziale Berufe sollen besser bezahlt, Familienzentren flächendeckend ausgebaut werden. Viele Versprechungen vor der Wahl! Und nun?

Am 05. Oktober 2017 fand zu diesen Fragestellungen der Fachtag "100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?" im Landeshaus in Kiel statt. Nach einem Grußwort von Oliver Kumbartzky, Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, und einem ausführlichen Vortrag von Frau Dr. Michaela Schulze von der Universität Trier zum Thema Familienpolitik wurde gemeinsam mit den Familienpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen darüber diskutiert. Auch, was 100 Tage nach der Wahl von den Versprechungen der Regierung übrig geblieben ist und welche familienpolitischen Ziele angestrebt werden.

Gerne stellen wir Ihnen hier den Vortrag von Frau Dr. Schulze zur Verfügung Vortrag Frau Dr. Schulze


100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?


Hilfen für Schwangere/Mütter mit (verdeckten) psychischen Beeinträchtigungen
in Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen in katholischer Trägerschaft
Bei Interesse an Info-Material wenden Sie sich bitte an: Beatrix Krause, Tel. 0231 557026-11

info@skf-zentrale.de


Konfirmation feiern in Trennungsfamilien

Benötigen Sie Unterstützung bei der Organisation einer Konfirmationsfeier? Oder suchen Sie jemanden, der Ihnen zuhört und Sie in der belastenden Situation seelsorgerlich begleitet? Hier erhalten Sie Unterstützung:
Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern, Haus Eckstein, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg,Tel.: 0911 214-2100, www.alleinerziehende-nuernberg.de

Die Broschüre "Konfirmation feiern in Trennungsfamilien" erhalten Sie im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn, Ref. für Konfirmandenarbeit und Gemeindepädagogik, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn, Tel.: 09872 509 116



In Verantwortung für Kinder - Für einen Perspektivwechsel in der Familienpolitik

Mit dem Positionspapier "In Verantwortung für Kinder - Für einen Perspektivwechsel in der Familienpolitik!" nimmt die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) die Folgen des globalen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandels auf die (Alltags-)Bedingungen von Familien in den Blick und wirbt für einen Perspektivwechsel. Die eaf stützt ihre Aussagen auf ein Grundsatzpapier ihres Beirates, der die grundlegenden familienrelevanten Veränderungen des sozialen Wandels in den Blick genommen hat. Das Positionspapier beschreibt entsprechende Schlussfolgerungen und stellt konkrete Forderungen und Lösungsvorschläge vor. Die eaf übermittelt diese Empfehlungen allen Interessierten zur Kenntnisnahme und zugleich als Aufforderung zu entsprechenden pollitischen Initiativen in den jeweiligen Zuständigkeiten.

In Verantwortung für Kinder...
Kernaussagen zum Positionspapier


Like a girl

Was macht ein Mädchen aus? Neugierig geworden? Finden Sie es heraus und gehen Sie auf den beigefügten Link. https://www.youtube.com/watch?v=XjJQBjWYDTs


Hier gibt es Hilfe

Beratung für Familien, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, bieten die psychosozialen Beratungesstellen der Landeskrebsgesellschaften. Die Adressen findet man über die Deutsche Krebsgesellschaft, Tel.: 030 32 29 32 90, www.krebsgesellschaft.de

Telefonisch oder schriftlich können sich Betroffene auch an folgende Anlaufstellen wenden: Verein Hilfe für Kinder krebskranker Eltern, Münchener Str. 45, 60329 Frankfurt, 0180 4 43 55 30, www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker-eltern.de  e.V. - Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern, Kaiserstr. 56, 55116 Mainz, Tel.: 06131 55 48-798, www.kinder-krebskranker-eltern.de

Außerdem hat die Interessengruppe "Kinder krebskranker Eltern" in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo e.V.), eine Liste mit Einrichtungen für Kinder krebskranker Eltern zusammengestellt: www.dapo-ev.de