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Pausentaste - Hilfe für pflegende Kinder und Jugendliche

Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 020 Veröffentlicht am 07.05.2018 

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellt auf Fachtag Unterstützungsprojekt „Pausentaste“ vor

 Wenn Papa an Krebs erkrankt, wenn die kleine Schwester plötzlich einen Rollstuhl braucht und nachts künstlich beatmet werden muss oder wenn die Oma auf einmal nicht mehr für sich selbst sorgen kann - dann übernehmen Kinder und Jugendliche oft Aufgaben, die schon für erwachsene Angehörige sehr belastend sind. Mit der Situation dieser jungen Menschen hat sich heute (Montag) der Fachtag „Kinder und Jugendliche mit Pflegeverantwortung“ in Berlin beschäftigt.

Als Gastrednerin betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Für über 230.000 Kinder und Jugendliche ist es Realität, dass sie Familienangehörige pflegen, beim Essen helfen, den Haushalt schmeißen, sich um jüngere Geschwister kümmern. Diese jungen Menschen verdienen unseren Respekt, aber sie brauchen auch unsere Hilfe. Denn oft fällt ihnen einfach die Decke auf den Kopf. Sie fühlen sich allein gelassen und wissen nicht, mit wem sie reden können. Das Projekt „Pausentaste“ hilft direkt: Anrufen, mailen - da gibt es jemanden, der zuhört. Und darüber reden, das hilft.“

Mit dem Projekt „Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe“ soll pflegenden Kindern und Jugendlichen ein bundesweites Beratungsangebot zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, Überlastungen abzubauen und einer Isolation der Betroffenen entgegenzuwirken. Nach einer Befragung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland substanziell und regelmäßig Angehörige. Oft machen sie sich große Sorgen um ihre hilfe- und pflegebedürftigen Angehörigen. Sie haben meistens neben Schule und Pflege nur wenig Freizeit, sind körperlich angestrengt und haben niemanden, um über ihre Situation zu reden.

Ziele des Projekts

„Pausentaste" hilft jungen Pflegenden dabei, Pausen einzulegen, zu reflektieren, Hilfsangebote wahrzunehmen oder über die eigene Situation zu sprechen - auch anonym. www.pausentaste.de richtet sich aber nicht nur an pflegende Kinder und Jugendliche. Mit dem Projekt sollen auch Lehrerinnen und Lehrer, ambulante Pflegedienste, Sozialdienste an Schulen und Kliniken sowie Jugendorganisationen und die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Die drei Säulen des Projekts

Das Projekt besteht im Wesentlichen aus der Website www.pausentaste.de, einer Telefon-Hotline und einer E-Mail-Beratung. Die Website präsentiert seit dem 1. Januar 2018 Erfahrungsberichte, Interviews, Videos und Hinweise auf Beratungsangebote vor Ort. Auch Informationen zu Erkrankungen und Leseempfehlungen werden zur Verfügung gestellt, alles optimiert für mobile Endgeräte. Demnächst geht auch ein Chat an den Start.

„Nummer gegen Kummer“ e.V. übernimmt die Telefon- und E-Mail-Beratung für ratsuchende pflegende Kinder und Jugendliche. Diese können sich kostenlos – auch anonym – an die Hotline des Kinder- und Jugendtelefons der „Nummer gegen Kummer“ wenden – unter der Nummer 116 111 oder rund um die Uhr per E-Mail über www.nummergegenkummer.de.

Die speziell ausgebildeten, ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Berater des Kinder- und Jugendtelefons der „Nummer gegen Kummer“ unterstützen im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Die Hotline ist von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr erreichbar. An Samstagen gibt es zudem eine „Peer-to-Peer“–Beratung durch ehrenamtliche Beraterinnen und Berater im Alter von 16 bis 21 Jahren.

Im Juli 2017 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zudem ein Netzwerk zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Pflegeverantwortung ins Leben gerufen. Bisher nehmen 20 Initiativen teil. Dem Netzwerk gehören u.a. verschiedene Hilfetelefone und Interessenvertretungen pflegender Angehöriger an.

Weitere Informationen: www.pausentaste.de


1. Landesweiter Familientag - Einladung

Am Dienstag, den 15. Mai 2018, möchten wir gerne mit Ihnen und Euch in und um das Martinshaus in Rendsburg den Internationalen Tag der Familie als landesweiten Fach- und Festtag feiern.

Aus dem Programm:

14.00 Uhr Ankommen
14:30 Uhr Musik „Vielsaitig“ aus Schleswig
15:00 Uhr Begrüßung durch Bischof Gothart Magaard und Anke Homann, Vorstand DiakonischesWerk Schleswig-Holstein e.V.

Vorträge, Talkrunden und Workshops runden den Tag ab.

Für die Kinder findet ein begleitendes Kinderprogramm u.a. mit
• Hüpfburg
• Minigolf
• Seifenblasen
• Entenangeln
• Glitzertattoos
• Buttonmaschine
• Schokokusswurfmaschine

statt.

Das genaue Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer  Familientag 2018

Anmeldung:
Ingrid Ott, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, i.ott@diakonie-sh.de, Tel.: 04331 593-241
Zur Bildung von Fahrgemeinschaften wenden Sie sichan Ihre örtliche Familienbildungsstätte.



Familien auf Wochenendtour
Viele Stimmen ein Klang?
31. August bis 02. September 2018
„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“, sagte Goethe einmal. Das sind schöne aber hohe Ansprüche, die sich Eltern gegenübersehen und oft auch an sich selbst stellen. Wie gehen wir damit um? Welche Botschaften vermitteln wir uns als Eltern gegenseitig und welche unseren Kindern? Und was braucht es, um eine gute Atmosphäre zu schaffen, in der alle Beteiligten sich wohl fühlen und sich entwickeln können? Mit viel Spaß und vielfältigen Angeboten für Eltern und Kinder wollen wir an diesem Wochenende miteinander ins Gespräch kommen über die eigenen Bilder und Erwartungen. Es gibt Zeiten für gemeinsame Aktivitäten von Eltern und Kindern wie für Austausch von Müttern und Vätern miteinander und auch Zeiten jeweils für die Mütter und für
die Väter untereinander. Das Laufen an der Steilküste gehört zum Programm wie Baden und das Sitzen und Singen am Feuer. Angeleitet wird das Wochenende von einem Team, das mit allen Wassern gewaschen ist.

Datum: 31.08. bis 02.09.18, 18:30 Uhr – 02.09., 13 Uhr
Ort: DJH Dahme an der Ostsee
Kosten: 80 Euro/Erwachsener, 140 Euro/zwei Eltern, Kinder bis 14 sind frei (ab 15 Jahren 25 Euro)
Leitung: Vätervielfalt Hamburg (interdisziplinäres Team, www.vaeterrvielfalthamburg.de)
Anmeldung: bis 05.07. bei Väter e.V., Tel. 040/39 908 539, anmeldung@vaeter.de
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bündnis für Familien und ist eine Initiative des Netzwerkes VäterVielfalt Hamburg, einer der Netzwerkpartner ist das Männerforum.

Sorgerechtsentscheidungen. Immer zum Wohle des Kindes

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. „… und ich möchte dann auch das alleinige Sorgerecht für die Kinder“. Dieser Satz fällt immer wieder, wenn sich Eltern trennen oder scheiden lassen. Wenn Mutter oder Vater von ihrem Anwalt gefragt werden, ob der andere Elternteil dem zustimmen würde oder ob es besondere Gründe für einen solchen Antrag gäbe, erweckt diese Frage Verwunderung. Oft ist nämlich nicht bekannt, dass nach dem seit 1998 geltenden Kindschaftsreformgesetz beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht auch im Scheidungs- und Trennungsfall behalten.

Einigkeit in wichtigen Fragen  

Nach einer Trennung kann auch beim gemeinsamen Sorgerecht der Elternteil, bei dem das Kind lebt, Entscheidungen des täglichen Lebens ohne Zustimmung des ehemaligen Lebenspartners treffen. Nur für grundlegend wichtige Entscheidungen, wie den Besuch einer bestimmten Schule oder die Erteilung eines Kinderausweises, ist das Einverständnis des anderen Elternteils erforderlich. Können sich Eltern über bestimmte wichtige Fragen nicht einigen, überträgt das Familiengericht für diese Einzelfrage einem Elternteil allein die Entscheidungsbefugnis.

Bei Streit übernimmt das Gericht

Das Sorgerecht ist aufgegliedert in das Aufenthaltbestimmungsrecht und Erziehungsrecht. Streiten sich die Eltern, bei wem oder wo das Kind leben soll, entscheidet das Gericht auf Antrag, welchem Elternteil das Aufenthaltbestimmungsrecht zu übertragen ist. Oft geht es auch darum, dass ein Elternteil das Wohl des Kindes gefährdet sieht, wenn der ehemalige Partner, bei dem das Kind wohnt, mit dem neuen Lebenspartner zusammenzieht. Auch hier kann das Familiengericht zur Klärung herangezogen werden.

Anspruch auf alleiniges Sorgerecht

Es gibt aber auch Fälle, in denen das Sorgerecht auf Mutter oder Vater allein übertragen wird. Hierzu muss ein Antrag beim Familiengericht gestellt werden. Stimmt der andere Elternteil zu, wird der Antrag positiv entschieden. Kinder ab Vollendung des 14. Lebensjahres können der Übertragung widersprechen.

Immer im Sinne des Kindes      

Gefährdet das gemeinsame Sorgerecht das Kindeswohl, kann gegen den Willen des anderen Elternteils das Sorgerecht einem Elternteil allein übertragen werden. Häufiger Streit zum Beispiel, bei dem das Kind wegen der Umgangsregelung im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht, könnte ein Argument gegen das gemeinsame Sorgerecht sein. Auch eine Erkrankung, die es einem Elternteil nicht mehr möglich macht, seine Verantwortung kindeswohlentsprechend auszuüben, kann ein Grund sein.

Eltern sollten auf Vermittlung setzen   

Bei wem das Kind nach einer Trennung der Eltern am besten aufgehoben ist, lässt sich nicht immer leicht klären. Insbesondere wenn beide Eltern gleichermaßen dafür geeignet sind, wird die Entscheidung schwierig. Eltern sind immer dazu aufgerufen, sich in allererster Linie über diese Frage zum Wohle des Kindes zu verständigen. Dabei erhalten sie Unterstützung von den Jugendämtern, die in diesen Fällen gesetzlich zur Beratung und Vermittlung verpflichtet sind.

Scheitert dieser Vermittlungsversuch, sollten Sie sich von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten lassen. Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben, nennt Ihnen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer unter der Telefonnummer 04621/9391-11.

Besuchen Sie auch die Facebook-Seite der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer: www.facebook.com/SH.Rechtsanwaltskammer und das Online-Verbraucherportal unter www.ihr-ratgeber-recht.de.


Mehr Schutz für Mutter und Kind

Seit 1.1.2018 gelten neue Regelungen für den Mutterschutz mit denen die Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz in das Mutterschutzgesetz integriert werden. Schülerinnen und Studentinnen, Frauen in Heimarbeit und Frauen im Bundesfreiwilligendienst haben seit neuem ebenfalls Anrecht auf Mutterschutz. Außerdem gibt ihnen das Gesetz mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitszeit. Mehr Infos über Schwangerschaft, Geburt… u.a. über die App „AOK Schwanger“.


Lust auf Familie(n) Auf dem Weg zu einer familienorientierten Gemeindearbeit
Langzeitfortbildung 2017/18

Diese 3-teilige, aufeinander aufbauende Fortbildung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die bereits mit Familien arbeiten oder eine solche Arbeit in ihrem Praxisfeld aufbauen möchten, z. B. in der Kirchen- oder Ortsgemeinde, KiTa, Familienzentrum...

Termine:

Teil 1: Familie im Fokus
13. bis 15. November 2017
Ort: Springe, Lutherheim

Teil 2: Familie(n) vor Ort/im Quartier
24. bis 27. April 2018
Ort: Hamburg, Haus am Schüberg

Teil 3: Familien vernetzt - der Blick über den "Tellerrand"
29. Oktober bis 01. November 2018
Brotterode, Haus am Seimberg

Information und Anmeldung:

Ev. luth. Kirche in Norddeutschland
margit.baumgarten@familien.nordkirche.de

Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen
anke.grimm@evlka.de

Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
brigitta.leifert@ekkw.de

Flyer Langzeitfortbildung


Literaturtipp
Kinderbuch über Katharina von Bora "Hanna auf den Spuren einer mutigen Frau- Katharina von Bora für junge Leser"

Für die Schule muss Hanna einen Aufsatz über Katharina von Bora schreiben. Unerwartet wacht sie eines Nachts auf und findet sich im 16. Jahrhundert wieder. Dort, im "Schwarzen Kloster", erlebt sie Katharina von Bora als außergewöhnliche Frau, die mit ihrem Glauben, ihrer Liebe und viel Tatkraft das ehemalige Klostergut erfolgreich bewirtschaftet. Und auch, wie sie ihrem Mann den Rücken stärkt, damit er seine Reformationsgedanken vorantreiben kann.

Eine spannende Zeitreise, die junge Leser ab 10 Jahren mitnimmt in die Zeit des 16. Jahrhunderts und ihnen das Leben der Katharina von Bora näherbringt.

Ab September bietet die Autorin interaktive Lesungen für Kinder und Jugendliche zu diesem Buch an. Geschichte und Religion kommen in diesem Buch gleichermaßen zur Geltung.

Kontakt: Tanja Wenz, Tel.: 06362-4606, www.tanjawenz.de

http://www.neukirchener-verlage.de/index.php?action=artikel&subaction=zeige&var=156.423&sucheID=1371635


100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?

Alle Parteien haben sich im Wahlkampf in der Familienpolitik positioniert: Die eine Partei räumt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oberste Priorität ein, eine andere will die Elternbeiträge für Kinderbetreuung mittelfristig abschaffen, die Kindergrundsicherung soll eingeführt werden. Soziale Berufe sollen besser bezahlt, Familienzentren flächendeckend ausgebaut werden. Viele Versprechungen vor der Wahl! Und nun?

Am 05. Oktober 2017 fand zu diesen Fragestellungen der Fachtag "100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?" im Landeshaus in Kiel statt. Nach einem Grußwort von Oliver Kumbartzky, Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, und einem ausführlichen Vortrag von Frau Dr. Michaela Schulze von der Universität Trier zum Thema Familienpolitik wurde gemeinsam mit den Familienpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen darüber diskutiert. Auch, was 100 Tage nach der Wahl von den Versprechungen der Regierung übrig geblieben ist und welche familienpolitischen Ziele angestrebt werden.

Gerne stellen wir Ihnen hier den Vortrag von Frau Dr. Schulze zur Verfügung Vortrag Frau Dr. Schulze


100 Tage Regierung - Wie sieht's aus mit der Familienpolitik?


Hilfen für Schwangere/Mütter mit (verdeckten) psychischen Beeinträchtigungen
in Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen in katholischer Trägerschaft
Bei Interesse an Info-Material wenden Sie sich bitte an: Beatrix Krause, Tel. 0231 557026-11

info@skf-zentrale.de


Konfirmation feiern in Trennungsfamilien

Benötigen Sie Unterstützung bei der Organisation einer Konfirmationsfeier? Oder suchen Sie jemanden, der Ihnen zuhört und Sie in der belastenden Situation seelsorgerlich begleitet? Hier erhalten Sie Unterstützung:
Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern, Haus Eckstein, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg,Tel.: 0911 214-2100, www.alleinerziehende-nuernberg.de

Die Broschüre "Konfirmation feiern in Trennungsfamilien" erhalten Sie im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn, Ref. für Konfirmandenarbeit und Gemeindepädagogik, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn, Tel.: 09872 509 116